Angebote und Projekte

Während der Freispielphase nehmen wir uns Zeit, die Kinder gezielt zu beobachten. Dadurch erfahren wir viel über die momentanen Interessen der Kinder und können einschätzen, wo ihre Bedürfnisse liegen.

Diese Beobachtungen sind grundlegend für unsere pädagogische Arbeit. Wir greifen Impulse aus dem Spiel der Kinder auf und machen sie zum Inhalt unserer Planung. Die pädagogischen Angebote bauen auf diesen Inhalten auf.

Das Angebot findet in einem entsprechenden Rahmen statt. Die Erzieherin leitet die Kinder an und begleitet sie bei der Durchführung. Je nach Zielsetzung unterscheiden wir Angebote, für die sich die Kinder freiwillig entscheiden und Angebote, an denen zum Beispiel Kinder einer bestimmten Altersgruppe teilnehmen.

Die Kinder bleiben in der Regel bis zum Ende des Angebots in der Gruppe. Während der Angebotsphase bleibt der Bereich für alle anderen Kinder geschlossen.

Die „Angebote im Freispiel“ bieten wir während der Freispielphase an. Diese Angebote finden über einen längeren Zeitraum statt, oft über mehrere Stunden oder Tage. Die teilnehmenden Kinder entscheiden sich spontan und nach Interesse und stoßen zu unterschiedlichen Zeiten zu dem Angebot dazu.

Die Kinder erweitern in Angeboten ihr Wissen und ihren Erfahrungshorizont in vielfältiger Weise.

Manche Interessen der Kinder können nicht mit einem einzigen Angebot bearbeitet werden, sondern verlangen nach einer intensiveren Auseinandersetzung.

Beispiel: Wir beobachten, dass die Kinder im Freispiel immer wieder Zirkus spielen. Die Fachfrau für Sprache greift nun im Freispiel dieses Thema auf und entwickelt mit den Kindern ein Rollenspiel daraus. Möglicherweise interessieren sich die Kinder am nächsten Tag nicht mehr für dieses Thema, und es bleibt somit bei diesem einmaligen Angebot.

Zeigen die Kinder aber weiterhin starkes Interesse, greifen wir die Inhalte erneut auf. Jede Erzieherin bringt sich hinsichtlich ihres Fachbereichs ein und bespricht mit den Kindern deren Ideen und Vorschläge. Sie unterstützt diese und bringt zudem eigene Gedanken und Erfarhungen ein.

Das Projekt „Zirkus“ könnte so seinen Anfang fi nden. Die Fachfrauen für Bewegung und Sprache üben gemeinsam eine Zirkusaufführung mit den Kindern ein. Mit der Fachfrau für Kunst würde die Zirkusdekoration gestaltet oder die musikalische Begleitung mit den Kindern durch die Fachfrau für Musik erarbeitet werden.

Projekte haben keinen festgelegten Zeitrahmen. Manche dauern nur wenige Tage, Andere erstrecken sich über mehrere Wochen oder Monate. Das Ende wiederum hängt von dem Wissensdurst und dem Interesse der Kinder ab. Auch der Abschluss kann unterschiedlich sein. Als Höhepunkt könnte das Projekt „Zirkus” mit einer Zirkusvorstellung enden.

Angebot Hallenbad und Freibad

Mit vielen Kinden schwimmen zu gehen ist nicht einfach und erfordert ein besonderes Augenmerk sowohl auf die badenden Kinder wie auch das ganze Drumherum. 

Bei Schwimmbadbesuch geht es nicht nur ums Schwimmen-Lernen.Die Kinder lernen vor allem, sich im Wasser ohne Angst zu bewegen und sie lernen die Eigenschaften von Wasser kennen. Sie lernen, die eigenen Fähigkeiten einzuschätzen. Und sie lernen praktische Dinge wie sich selbstständig an- und auszuziehen und auf ihre persönlichen Dinge zu achten.

Wald

Alle Schneckenhauskinder lieben den Wald!. Während der Waldwoche erleben wir den Wechsel der Jahreszeiten, schnuppern den Frühingswind, begrüßen den Löwenzahn und den blühenden Kirschbaum am Waldesrand.

Unsere Hände kneten Brotteig, schnitzen, sägen und buddeln in der weichen Walderde. Blätter werden gesammelt, Blumen entdeckt und beschnuppert. Es entstehen Blütenbilder auf Wegen oder wir entdecken einen Feuersalamander im Bach.
 
Wir erfahren, wie die Bäume und Pflanzen heißen und wie man ein Waldsofa baut. Wir fragen uns, warum der Löwenzahn so heißt.
Flammen knistern und der Rauch zwickt uns in die Nase, wir kochen uns leckeren Waldtee und essen die Minz- und Melissenblätter mit.
 
Mistkäfer begegnen uns überall, genauso wie die Weinbergschnecke und viele Sorten von Nacktschnecken.
Wir teilen den Wald mit vielen anderen Lebewesen. Elfen fliegen um ihre Baumnester und es gibt Zwergenhöhlen, die wir am Sternchenmoos erkennen. Vor den Trollen fürchten wir uns alle ein wenig, aber es gibt ja zum Glück einen bewährten Trollschutz.
 
Manche von uns bauen Hütten und Verstecke, andere bauen einen Staudamm und wieder andere bauen den Zwergen kleine Häuser aus Zweigen. Der Abschied vom Wald fällt uns nie leicht. Wir nehmen etwas mit, einen Stein, einen Stock, einen Kastanie. Und wir hinterlassen unsere Spuren im Wald.